Allgemeine Informationen

Die Hafenstadt Amsterdam ist die Hauptstadt und einwohnerstärkste Stadt der Niederlande. Amsterdam liegt in der Provinz Nordholland, an der Mündung der Amstel und des IJ in das Ijsselmeer. Die Stadt ist durch den Nordzeekanal mit der Nordsee verbunden und durch die vielen Grachten weltberühmt. 

Lage

Amsterdam liegt etwa 25 km östlich der Nordseeküste, wo die Amstel in die Zuiderzeebucht Het IJ fliesst. Das Fundament der Stadt, die auf etwa 90 Inseln gebaut wurde, bilden ca. 5 Mio. Fichtenstämme, die in den morastigen Grund geschlagen wurden. Allein die Centraal Station steht auf etwa 8600 Holzpfählen. Das Koninklijk Paleis, den Königlichen Palast, tragen gar 13 659 Stämme. Heute ersetzt Beton das Holz und aktuelle Bauprojekte erhalten eine solide Unterlage aus Geotextil, Sand und Kies. Die Stadt liegt, wie die übrigen Niederlande auch, zum grossen Teil unterhalb des Meeresspiegels. Sie wird von einem etwa 100 km langen Kanalsystem aus 165 Grachten durchzogen, die früher als Transportwege für Waren genutzt wurden. Neben den Wasserwegen prägen üppige Parkanlagen und die Ulmen an den Grachten das Bild einer grünen Stadt. Unzählige Denkmäler aus dem sechzehnten, siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert zieren den Stadtkern, darunter beinahe 7000 Kaufmanns- und Lagerhäuser und ca. 1200 Brücken. Seit 1995 steht die grösste Altstadt Europas auf der Warteliste für den Titel UNESCO-Weltkulturerbe.

Klima und Reisezeit

Statistisch gesehen sind das Frühjahr und der Herbst die trockenen Jahreszeiten, doch sollte man immer mit kurzen Regenschauern rechnen, die von der Nordsee her über die Stadt ziehen. Darum gehört eine Regenjacke auch in den Sommermonaten ins Gepäck. Es dauert jedoch meist nicht lang, bis der Westwind die Regenwolken wieder weggeblasen hat. Dieser Westwind sorgt jedoch auch dafür, dass die gefühlte Temperatur im Winter wesentlich tiefer liegt als die gemessene: Selbst wenn die hartgesottenen Amsterdamer auch dann noch ohne Handschuhe und Mützen durch die Kälte «fietsen», brauchen Besucher doch wind- und wasserfeste Kleidung.
Eigentlich ist in Amsterdam das ganze Jahr über Saison. Das Gros der Touristen nimmt die Stadt zwischen April und Juli in Beschlag. Dann sind nicht nur bequeme und bezahlbare Hotelbetten rar, sondern auch freie Plätze in den Strassencafés, bei Konzerten oder im Theater. Die Schlangen vor den Museen werden dann ausserordentlich lang. Beschaulich wirkt Amsterdam im Spätherbst, nach Neujahr und im Hochsommer, wenn Schulferien sind – je nach Schultyp und Altersstufe meist von Ende Juni bzw. Mitte Juli bis Mitte oder Ende August – und Familien mit Kindern in den Urlaub fahren. Dann sind die Musentempel weniger voll, allerdings sind dann auch einige der kleineren Geschäfte und manches Restaurant geschlossen.

Trinkgeld

Im Taxi, Restaurant und Café wird aufgerundet. Man gibt ca. 10% des Rechnungsbetrages. Der Zimmerservice im Hotel erhält ca. 1 bis 2 Euro am Tag, der Türsteher am Eingang der Disco etwa 2 Euro pro Besuch.

Währung

Die offizielle Währung ist der Euro. Restaurants, Taxis und Hotels sind spürbar teurer als in Deutschland. Sonst liegen die Lebenshaltungskosten auf vergleichbarem Niveau.

Essen und Trinken

Amsterdam ist auch in punkto Esskultur eine Welt für sich. Erfolgreich wirbeln hier Chinesen um den Wok, peppen Indonesier ihre Reistafel mit scharfem Sambal auf, kochen Juden koscher und bringen Eritreer gestampfte Hirse auf den Tisch. Assyrische, thailändische und japanische Restaurants wetteifern mit surinamesischen Take-Aways. So viel exotisches Know-how lässt europäische Küchengrössen nicht kalt: Experimente und originelle Ideen sind ausdrücklich erwünscht, das leckere Angebot reicht vom Gourmettempel mit Weltniveau bis zur Fleischkrokette aus dem Selbstbedienungsautomaten. Wer ausdrücklich niederländische Gerichte ausprobieren möchte, sollte auf die weithin sichtbaren rot-weiss-blauen Hinweisschilder «Nederlands Dis» achten. Dahinter verbergen sich Lokale, die regionale Küche zu reellen Preisen bieten.
Die Niederländer essen früh zu Abend. In normalen Restaurants gibt es oft nur bis 22 Uhr warme Küche. Zu späterer Stunde sorgen «Nachtrestaurants» wie das das Margarita für alle, die noch hungrig sind.

Einkaufsmöglichkeiten

Das meiste Geld in kürzester Zeit lässt sich niveauvoll in den Luxusläden und Boutiquen der Pieter Cornelisz. Hooftstraat zwischen Stadhouderskade und Vondelpark ausgeben. Sonderangebote und modischer Firlefanz werden in der immer vollen Kalverstraat verkauft. Viele Geschäfte dort sind Filialen weltweit operierender Ladenketten. Auch sonntags sind die meisten von ihnen geöffnet, montags jedoch geschlossen. Neue Sterne im Shoppinghimmel über Amsterdam sind die hippen Läden auf dem KNSM-Eiland sowie «De Negen Straatjes», die neun Strässchen, im westlichen Grachtengürtel, wo derzeit die frechsten und angesagtesten Geschäfte zu finden sind. Für Schnäppchenjäger lohnen sich Abstecher in den Jordaan, in das Viertel De Pijp hinter der alten Heinecken-Brauerei oder in das Gassengewirr des Bethanienviertels im Westen der Altstadt. Abseits der Shoppingmeilen führen Geschäftsleute mit Idealismus und Fantasie ihre «Winkels», schmucke Lädchen mit einer unglaublichen Fülle der unterschiedlichsten Waren auf kleinster, oft sorgsam und innovativ dekorierter Fläche.

Zoll

Waren für private Zwecke können innerhalb der Mitgliedsstaaten der EU in unbegrenzten Mengen mitgeführt werden (www.zoll-d.de). Für Schweizer gelten Mengenbeschränkungen, z.B. 200 Zigaretten, 2 Liter Wein und 1 Liter Spirituosen mit mehr als 15% Alkoholgehalt.

Sicherheit

Taschendiebe sind in Amsterdam allgegenwärtig, vor allem im Rotlichtviertel. Rund um den Bahnhof und in Strassenbahnen sollte man gut auf seine Wertgegenstände aufpassen.

Gesundheit

Wenn man eine ärztliche Behandlung benötigt, sollte man sich zunächst an einen praktischen Arzt («huisarts») wenden. Für fachärztliche Behandlungen ist immer eine Überweisung notwendig. In den Niederlanden wird die europäische Krankenversicherungskarte bzw. die Ersatzbescheinigung akzeptiert, so dass man in der Regel keine Vorauszahlung leisten muss. Beim Zahnarzt muss man allerdings mit einer Zuzahlung rechnen.